Erster Flug vom Hochobir

Es war schon lange ein Wunsch von mir einmal vom Hochobir zu fliegen. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich zum ersten Mal mit meinem Vater den Gipfel bestieg, auch wenn ich damals erst 8 Jahre alt war und vom Fliegen nur träumen konnte.

Das erste Mal am Hochobir

Wir sind mit dem Fahrrad von Zuhause aus zu den Wildensteiner Wasserfällen gefahren und dann von dort aufgestiegen. Ich kann mich erinnern, dass diese Tour damals sehr anstrengend war. Ein weiteres Mal versuchten wir einen Aufstieg, doch es lag noch zuviel Schnee und wir mussten auf halbem Weg wieder umdrehen. 

Unterwegs am Hochobir mit Javier aus Mexiko und Manuel

Das letzte Mal war ich vor 11 Jahren mit meinen damaligen Freunden Manuel und Javier auf dem 2.139 Meter hohen Gipfel der Karawanken. Der Berg hatte für mich immer etwas Faszinierendes an sich. Vielleicht war es seine majestätische Form oder einfach nur die herausfordernde Höhe – ich weiß es nicht. Auf jeden Fall wollte ich einmal mit dem Gleitschirm hinauf und wenn das Wetter es zulassen sollte auch von dort oben starten.

Sabrina, Horst, Christian und ich kamen ganz schön ins Schwitzen

Am 6. Juni 2015 erfüllte sich mein Wunsch. Horst, ein Fliegerkollege aus Klagenfurt, rief mich ein paar Tage davor an und meinte es wäre gutes Flugwetter prognostiziert und er wolle zusammen mit Christian auf den Hochobir gehen. Und so war es dann auch. Ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa bescherte uns perfekte Start- und Flugbedingungen. Diesmal hatten wir zwar nur ungefähr 500 Höhenmeter für unseren Aufstieg zu bewältigen, da wir bis zur Eisenkappler Hütte mit dem Auto gefahren waren, trotzdem war es für uns alle eine unvergessliche Tour. (Nicht nur wegen der Hitze!)

Gipfelfoto (Christian, Ich, Sabrina, Aron und Horst)

Am Gipfel angelangt, konnte ich es kaum erwarten und startete als Erster in Richtung Südosten. Sabrina, Horst und Christian starteten kurz danach vom unteren Startplatz. Als Landeplatz wählten wir den Radsberg, bzw. den Landeplatz in Rottenstein. Trotz schwacher Thermik erreichten wir unser Ziel.

Gelandet am Radsberg bei Mickls Jausenstation

Als Krönung dieser schönen Hike & Fly Tour, gönnten wir uns im Anschluss natürlich ein Landebierchen! 😉

Fotos:

Hike & Fly Hochobir (2.139m)

Climb & Fly Mangart (2.677m)

08.15 Uhr – Wir treffen uns an der Autobahnraststätte „Südrast“ in Arnoldstein und genehmigen uns noch einen Kaffee.

10.40 Uhr – Ankuft auf der Mangartalm. Das Wetter ist perfekt und wir begeben uns auf den Weg.

11.30 Uhr – Wir stehen am Einstieg vom „Via Italiana“ Klettersteig und freuen uns schon auf den Aufstieg.


Didi, Alex, Sabrina, Hermann und Robert


Der Klettersteig ist sehr gut gesichert und gut ausgesetzt.

13.00 Uhr – Am Ausstieg vom Klettersteig denke ich mir: „Schade, dass es hier schon vorbei ist!“. Didi, Robert und ich gehen weiter auf den Gipfel. Sabrina und Hermann drehen um und gehen über den Normalweg zurück zum Auto.


Vom Süden ziehen die Wolken schon über die Mangartalm.

13.45 Uhr – Endlich am Gipfel. Der letzte Aufsteig vom Klettersteig kam uns irgendwie lange vor. Im Süden blickt man auf ein Wolkenmeer, die Sicht nach Norden ist komplett frei und der Wind perfekt.


Fast nichts los am Gipfel.

14.00 Uhr – Robert und ich starten bei laminarem Wind in Richtung Nordwest.



14.15 Uhr – Gelandet. Nach einem kurzen, dafür aber sehr intensiven Flug über die Mangart Nordwand genießen wir die Sonne an den Weißenfelser Seen (Laghi di Fusine).


14.45 Uhr – Zwei ältere Italienische Damen nehmen uns mit nach Tarvis.

15.00 Uhr – Wir treffen uns mit den Anderen in Tarvis in einer Pizzeria. Die Pizza haben wir uns verdient! 🙂



Video:

Fotos:


Climb + Fly Mangart ( 2.677m )

NOVA Hike & Fly Tage (Präbichl)

Als wir am Samstagmorgen am Landeplatz in Präbichl ankamen, wurden wir von Nebel und starkem Wind empfangen – nicht gerade das beste Wetter zum Fliegen. Mit dem Wetter hatten wir dann aber doch Glück, denn später löste sich der Nebel auf und blauer Himmel und Sonne kamen zum Vorschein. Wie wir erfuhren war es am Vortag wegen Schneefall nicht fliegbar. Trotz der merkbaren Föhnwetterlage konnten wir am Samstag und Sonntag nach dem Aufstieg ins Tal fliegen. Die wunderschönen Berge rund um Eisenerz laden wirklich zum Wandern und Fliegen ein. Wir waren auch sehr begeistert von den angebotenen Touren. Die herbstlichen Wälder und die angenehmen Temperaturen taten ihr restliches. In den zwei Tagen wanderten wir auf dem Hochblaser, auf die Donnersalpe und auf den Polster.

DANKE an Thomas Hofbauer, Vera Pollaschegg, Toni Bender und den Soaringclub Präbichl für die tolle Organisation. Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

Fotos:

NOVA Hike & Fly Tage (Präbichl)

Mehr Details zum Event auf: NOVA-Wings TeamBlog

Sonnenuntergang auf der Gerlitzen


Heute nutzten wir die gute Wetterperiode für einen Abendflug. Robert und ich fuhren mit der letzten Bahn um 16:20 hinauf und genossen die letzten Sonnenstrahlen auf der Terrasse des Alpenhotels Pacheiner. Dort warteten wir bis zum Sonnenuntergang. Dann, so gegen 18:45, machten wir uns auf den Weg zum Oststartplatz, wo wir perfekten Wind vorfanden. Es reichte sogar, um sich etwas an der Kante halten zu können. Später kamen dann auch noch Georg und David mit seinem Vater vorbei, die von Davids Mutter hinaufgefahren wurden. David flog mit dem Tandem und Georg startete Solo raus. Die beiden konnten sich leider nicht halten. Robert und ich hingegen schafften es noch etwas an der Kante am Observatorium zu soaren, bevor wir dann in Annenheim landeten. Résumé: das sollten wir definitiv öfters mal machen!

Sonnenuntergang auf der Gerlitzen

Von Kärnten in die Steiermark …

… oder vom „Urlaub bei Freunden“ ins „Grüne Herz Österreichs„!

Es war Zufall, dass ich auf Michael Rajakowitsch traf und es war Zufall, dass wir diese Route wählten. Eigentlich erwartete ich mir an diesem Tag nicht viel. Kein Gleitschirm schaffte es den Gipfel zu überhöhen, obwohl es einige versuchten. Es ging anfangs nur zögerlich nach oben und war teils sehr turbulent. Doch dann fanden wir einen Thermikbart, der direkt über dem Gipfel nach Norden versetzt war. Als wir eine gute Höhe erreicht hatten, flogen wir in Richtung Krastal, querten dann aber in zum Wöllaner Nock. Über der Kaiserburgbahn konnte man die Musik von einem Fest wahrnehmen, dass direkt an der Gipfelstation stattfand. Immer wieder fanden wir extrem gute Thermiken, die uns mit bis zu 5m/s unter die Wolkenbasis auf 3500m aufsteigen ließen. Unser Flug führte uns über den Falkert, vorbei am Rinsennock bei der Turracherhöhe, über den Schoberriegel bis zum Eisenhut, wo wir dann sehr mit dem starken Wind zu kämpfen hatten. Bei sehr anspruchsvollen Bedingungen versuchten wir aus dem Tal heraus zu kommen. Über Predlitz flogen wir weiter bis in die Nähe von Stadl an der Mur, wo wir dann neben der Murtalstraße landeten. Trotz lebhaftem Talwind gelang uns eine saubere Landung ohne weitere Probleme (leider aber  im Rückwärtsflug)!

DANKE an das nette Pärchen, dass uns bis zum Bahnhof in Unzmarkt mitgenommen hat!

GPS-Tracks: Link zu XContest.org

Doarama
doarama.com

Gerlitzen > Stadl a. d. Mur