Flug vom Bischling zur Fürmannalm

Einen längeren Flug hatte ich eigentlich an diesem schönen Tag nicht geplant. Ich wollte mit Jasmin nur 1 oder 2 schöne Flüge machen. Leider konnte sie aber wegen ihrer Verletzung am Fuß nicht starten. Sie bot mir jedoch an, ich könne nach Hause fliegen wenn ich wolle.

Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen, vor allem weil das Flugwetter an diesem Tag richtig gut aussah und ich unbedingt meinen neuen Niviuk Klimber P ausprobieren wollte. So startete ich gemeinsam mit anderen motivierten Streckenfliegern und konnte gleich mit dem ersten Bart auf 2.500 m aufdrehen. An der Wolkenbasis machte ich mich auf in Richtung Hochkönig. Am Wasserturm am Jagerköpfl, über Bischofshofen konnte ich nochmal gut Höhe tanken, bevor ich in die Südwand des Hochkönigs einflog.

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Frühlingsflug am Bischling

Hochtron am Tennengebirge

Die gute Wetterlage lockte viel Paragleiter und Skifahrer nach Werfenweng um das Saisonende am Bischling zu verbringen. An beiden Tagen konnten, dank der guten Thermik, kleinere und auch größere Distanzen geflogen werden.
Auch Jasmin konnte erste Streckenflugerfahrungen sammeln und Thermikanschluss finden. 🌤

Ennstal Sightseeing Tour

Unter einer Wolke über dem Dachsteinplateau auf 3.500m

Thermik bis knapp über 3.500 m und Steigwerte über 5 m/s! Perfekt um auf Strecke zu gehen und etwas das Ennstal zu erkunden. Das dachten sich auch einige andere Flieger, die wir am Startplatz des Stoderzinken trafen. Ohne Probleme konnte ich zum Dachstein und zurück zum Stoder. Danach verlängerte ich den Flug noch über die Kammspitze zum Grimming. Ein toller Flug, der mir das große Potential des Fluggebietes aufzeigte! 😁

Newcomer Challenge 2016

Samstag, Task 2

Knapp 100 Teilnehmer aus Deutschland und Österreich fanden sich am Samstag in Werfenweng zur diesjährigen Newcomer Challenge ein. Viele sind am Vortag schon den Trainings-Task geflogen und einige sind erst heute gekommen.

Nach der theoretischen Einführung im Konferenzsaal des Travel Charme Hotels fahren wir alle gemeinsam auf die Bischlinghöhe und warten gespannt auf das Briefing. Um ca. 12 Uhr werden uns beim Briefing der vorher besprochene Task nochmals erklärt und hilfreiche Tipps dazu gegeben. Anschließend machen sich auch schon die ersten Piloten startbereit.
Der Tag verspricht gute Thermik und etwas stärkeren Wind aus Norwest.

Kurze Zeit später befinden sich auch schon alle mit ihren Gleitschirmen in der Luft und versuchen im Startbereich Höhe zu machen. Über Funk wird uns der Startsignal durchgegeben. Wie ein Schwarm Vögel gleiten alle vom Startzylinder in Richtung des ersten Wendepunkts.

Das GPS Gerät zeigt uns dabei die vorgegebene Flugroute. Ein Punkt nach dem anderen wird angeflogen und dazwischen immer wieder Höhe „getankt“. Trotz der guten Wetterverhältnisse ist es nicht immer einfach abzuschätzen, wieviel Höhe man benötigt um den nächsten Wendepunkt zu erreichen und im Anschluss wieder den Einstieg in die Thermik zu finden.
Viele schaffen die Aufgabe an diesem Tag leider nicht und müssen Außenlanden. Auch ich muss mich dazu zählen, als ich den letzten Wendepunkt etwas zu tief erreiche und dadurch nicht mehr ins Ziel gleiten kann. Unter mir auf den Wiesen sehe ich Andere, die das selbe Schicksal ereilt hatte und ihre Schirme zusammenpacken. „Wenigstens ging es nicht nur mir so“, denke ich und lande neben einem Fliegerkollegen ein. Schnell finden wir auch eine Mitfahrgelegenheit, die uns zu unserem Ausgangsort zurückbringt.


Sonntag, Task 3

Dritter und letzter Tag der Newcomer Challenge 2016. Wieder finden sich alle Teilnehmer am Startplatz, bei strahlend blauem Himmel, ein. Heute ist weniger Wind angesagt. Zum Glück, denn der heutige Task ist etwas anspruchsvoller als der gestrige. Letzte Details werden beim Briefing geklärt und schon geht es los.

Schon der erste Wendepunkt stellt eine Herausforderung dar, weil er sich sehr weit in der Talmitte über Bischofshofen befindet und man zwischendurch keine Thermik mitnehmen kann. Ich nehme die sichere Variante und drehe noch etwas auf, bevor ich die weite Gleitstrecke zurücklege. Beim Hinflug zum ersten Wendepunkt kommen mir einige schon relativ tief entgegen.

Als ich dann wieder am Thermikhang ankomme, steige ich bereits höher ein und kann dadurch einiges an Zeit wieder gut machen. Weiter geht’s zum nächsten Wendepunkt. Dieser befindet sich in östlicher Richtung hinter dem Bischling. An diesem Tag ist dieser ohne Probleme zu erreichen. Dann geht es wieder zurück, am Tennengebirge vorbei in Richtung Burg Hohenwerfen. Hier merkt man den doch vorhandenen Westwind. Einige vor mir nehmen gleich den nächsten Wendepunkt bei Bischofshofen. Ob sie es schaffen weiß ich nicht, denn dazwischen wieder Höhe zu machen ist aus meiner Sicht nicht möglich.
Ich nehme die sichere Variante und fliege wieder zurück zum Hang am Tennengebirge, mache dort wieder Höhe und versuche so zum letzten Wendepunk zu kommen.

Schon beim Hinflug zum Wendepunkt denke ich mir schon, dass es knapp wird zurück zu kommen und wieder Anschluss an die Thermik zu bekommen. Trotzdem fliegen ich und mein Fluggefährte, der sich knapp hinter mir auf gleicher Höhe befindet, drauf los. Wir sollten beide Pech haben. Kurze Zeit später finden wir uns nämlich viel zu tief am Eulersberg wieder. Hier stehen bereits andere Piloten am Boden,die es ebenfalls nicht geschafft haben.
Aber so ist das beim Thermikfliegen: „Nur wer hoch ist, kommt auch ans Ziel.“ 🙂

DANKE an die Veranstalter des DHV und der österreichischen Liga Paragleiten für die tolle Organisation!

Doarama von Task 2:
http://doarama.com/embed?k=6xVAQqk

Doarama von Task 3:
http://doarama.com/embed?k=edWQdm6

Video von Michael Kessler:

Fotos:

Newcomer Challenge 2016 Task 2 am Bischling
Newcomer Challenge 2016 Task 3 am Bischling

Links:
paragleiter.org
Livetracking & Ergebnisliste auf livetrack24.com

Von der Gerlitzen nach Bodensdorf und zurück

Einmal der umgekehrte Weg. – Der Wetterbericht hatte ein kurzes Windfenster vorhergesagt, zu dem es fliegbar sein sollte. Daher ging’s gleich in der Früh mit der Bahn hinauf auf den Gipfel der Gerlitzen. Schon jetzt war der Westwind teilweise recht stark, jedoch noch nicht zu stark. Nach einem etwas turbulenten Abgleiter nach Bodensdorf ging es dann bei der Peterwand vorbei wieder hinauf zum Gipfel. Der südlich ausgerichtete Wanderweg war definitiv nicht die beste Wahl an diesem Tag, da die hochsommerlichen Temperaturen mich schon sehr zum schwitzen brachten. Auch war der Wanderweg von Bodensdorf aus nicht unbedingt ein Highlight. Da gibt es weitaus schönere Aufstiegsvarianten von Annenheim aus. Am Gipfel wieder angekommen, war auch meine letzte Hoffnung auf einen weiteren Flug verschwunden. Windspitzen von 45km/h waren mir dann doch etwas zuviel… Gut, dass es die Bahn gibt, da konnte ich mir wenigstens den Abstieg ersparen! 🙂

Wanderung:

Fotos:

Fly & Hike Gerlitzen

Flug:
Flugdetails auf XContest
Suunto Movescount Move

Hike & XC Grente Alm

Martin und ich beim Fliegerfrühstück

Es war bereits 21 Uhr am Vortag, als Martin und ich Antholz in Südtirol erreichten. Unsere Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit endete nach kurzer Zeit beim Waldrasthof, der sich direkt auf dem Weg zum Startplatz befindet. Das Ehepaar Gustl und Gretl, ließ uns netter Weise in einem ihrer Apartments übernachten. Bevor wir schlafen gingen, machten wir uns noch auf den Weg in eine Pizzeria im Ort. Obwohl es mittlerweile 22 Uhr geworden war, wurden wir herzlich von der sympathischen Südtirolerin bewirtet. Anschließend gingen wir schlafen um am nächsten Tag gut ausgeruht zu sein.

Grentealm Hütte auf 2.002m

Die sehr bequemen Gästebetten verschafften uns einen ruhigen Schlaf und so standem wir rechtzeitig um 6 Uhr morgens auf. Gretl hatte uns bereits ein Frühstück gerichtet, bevor sie zu den Kühen in den Stall ging.
Wir bedankten uns für die nette Bewirtung und machten uns auf den Weg auf die Grente Alm. Der knapp 500 Meter hohe Aufstieg im Morgengrauen stellte trotz schwerem Gepäck keine große Herausforderung dar und so erreichten wir bald die Grente Alm Hütte auf 2.002 Meter Seehöhe. Dort trafen wir auf einige Flugkollegen und auch Hans Tockner, mit dem wir uns verabredet hatten. Nach einer kurzen Pause ging’s die letzten Höhenmeter hinauf zum Startplatz.

Blick von der Grente Alm ins Antholzer Tal

Kurz genossen wir die wunderschöne Aussicht auf das Antholzer Tal und die umliegenden Berggipfel bevor wir uns startklar machten.
Ungefähr 20 andere Piloten waren wegen der guten Wettervorhersage auch vor Ort.
Es war bereits halb 10 und schon jetzt machten sich aufziehende Cirren bemerkbar.
Auch die Thermik schien etwas zu schwächeln. Kurz nach Hans startete ich raus und hielt mich an seine Fluglinie. Martin startete kurze Zeit später.

Hans T. mit einem Nova ION 3

Als Hans, ich und ein paar andere Piloten das Defreggental erreichten war bereits klar, dass sich ein Zurückfliegen schwierig gestalten würde. Die Cirren hatten sich bereits zu einer geschlossenen Schleierbewölkung verdichtet und es war nur noch sehr schwache Restthermik vorhanden. Hans hatte das bereits erkannt und parkte sich an einem Steilhang ein und versuchte seine Höhe zu behalten. Ich hingegen versuchte etwas weiter zu fliegen, was sich im Nachhinein jedoch als Fehler herausstellte.

Landemöglichkeit in Bruggen im Defereggental

Kurze Zeit später stand ich nämlich mit ein Paar anderen Piloten in Bruggen am Boden. Hans hingegen schaffte es wieder zurück nach Antholz. Martin, der uns nicht ins Defereggental gefolgt war, konnte auch wieder am Ausgangsort landen.
Zwei Italiener aus Kalabrien waren so nett und nahmen mich mit ihrem Auto bis nach Lienz mit, wo Martin mich später abholte.

Trotz der nicht ganz so guten Flugbedingungen waren wir beide froh über unseren Ausflug ins wunderschöne Südtirol, wo wir nette Leute und ein tolles Fluggebiet kennenlernen durften!

Fotos:

Hike & XC in Südtirol (Antholz, Grente Alm)