Flug vom Bischling zur Fürmannalm

Einen längeren Flug hatte ich eigentlich an diesem schönen Tag nicht geplant. Ich wollte mit Jasmin nur 1 oder 2 schöne Flüge machen. Leider konnte sie aber wegen ihrer Verletzung am Fuß nicht starten. Sie bot mir jedoch an, ich könne nach Hause fliegen wenn ich wolle.

Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen, vor allem weil das Flugwetter an diesem Tag richtig gut aussah und ich unbedingt meinen neuen Niviuk Klimber P ausprobieren wollte. So startete ich gemeinsam mit anderen motivierten Streckenfliegern und konnte gleich mit dem ersten Bart auf 2.500 m aufdrehen. An der Wolkenbasis machte ich mich auf in Richtung Hochkönig. Am Wasserturm am Jagerköpfl, über Bischofshofen konnte ich nochmal gut Höhe tanken, bevor ich in die Südwand des Hochkönigs einflog.

Der Gipfel des Hochkönigs

Leider ging es hier nicht gut hoch und ich konnte den Hochkönig nicht überhöhen. Ich flog weiter in Richtung Schönfeldspitze bei Maria Alm. In Höhe von Dienten wurde es auf einmal ungemütlich. Ich bekam einen ziemlich großen Klapper, auf den eine 180 Grad Drehung folgte. Ich versuchte diese unruhigen Luftmassen zu verlassen und erreicht dann ohne weitere Probleme die Schönfeldspitze. Auch hier konnte ich den Gipfel leider nicht überhöhen.

Der Gipfel der Schönfeldspize mit Watzmannmassiv im Hintergrund.
Über dem Steinernen Meer in Richtung Watzmann

Ich entschloss mich trotz der geringen Höhe die Querung über as Steinerne Meer zum Königssee zu wagen.

Ich hatte nicht mehr all zuviel Höhe über den Bäumen.

Mit viel Glück erreichte ich das Nordufer und erwischte dort wieder Thermik.

Der Gipfel des Jenners

So konnte ich mich bis zum Jenner, bzw. Kehlsteinhaus vorkämpfen. Hier traf ich einen Fliegerkollegen, der weit über mir kurbelte. Ich brauchte eine Weile, bis ich dann auch endlich wieder Höhe machen konnte und bis auf 2.650 m aufdrehte. Jetzt war klar – nach Hause würde ich auf jeden Fall kommen.

Berchtesgaden aus der Vogelperspektive
Bad Reichenhall mit Hochstaufen und Zwiesel

Ich überflog den Untersberg und über Bad Reichenhall in Richtung Hochstaufen.

Hier bemerkte ich den recht stark gewordenen Talwind und erreichte nur ganz knapp Piding. Landen wollte ich noch nicht, so versuchte ich am Fuderheuberg soaren.

Fürmannalm

Das ging so gut, dass ich ziemlich schnell den Fuderheuberg überhöhte. Jetzt dachte ich mir, ich könnte meinen Flug ja noch etwas ausdehnen und flog zur Fürmannalm. Leider gelang es mir nicht dort nochmal Höhe für den Rückflug zu tanken und musste landen gehen.

Es war ein beeindruckender Flug – nicht wegen der Länge, aber wegen der tollen Eindrücke die ich dabei sammeln konnte.

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